Mutation und Selektion

Der wichtigste Mechanismus der Evolution ist die Mutation. Mutationen sind die Triebfeder der Evolution, Mutationen sorgen quasi wie ein kreativer Prozess für neue Ideen, neue Eigenschaften, die einem Lebewesen neue Chancen im Überlebenskampf eröffnen können.


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Allein jedoch sind Mutationen eine Gefahr, kein Vorteil, da sie auf Zufall basierend ebenso unerwünschte Veränderungen von Lebwesen hervorbringen. Erst in der Kombination mit der Auswahl geeigneter Mutationen, der Selektion, werden sie zu einem machtvollen System, das die Fortentwicklung des Lebens ermöglicht.

Mutationen sind Veränderungen des Erbgutes, die in der Entwicklung eines Individuums vom Embryo zum Erwachsenen zu Veränderungen seiner Eigenschaften verglichen mit seinen Vorfahren führen. Solche Veränderungen sind häufig unbedeutend. Häufig werden sie durch die sexuelle Fortpflanzung, bei der die Gensätze zweier verschiedener Lebewesen kombiniert werden auch wieder ausgeglichen und somit versteckt oder gar nicht auf die nächste Generation weitergeben.

Doch zuweilen bewirken diese unbedeutend erscheinenden Änderungen des Erbgutes drastische Veränderungen in dem daraus entstehenden Lebewesen, Veränderungen die die Überlebensfähigkeit dieses Lebewesen oft deutlich herabsetzen, oder auch steigern, vielleicht sogar beides zugleich. Alle Veränderungen, die nicht direkt zum Tod des Lebewesens führen, können für sich genommen nicht bewertet werden. Sie sind weder positiv noch negativ, ihr Wert oder ihr Schaden muss sich erst durch die Fähigkeit oder Unfähigkeit des Lebewesens in seiner Umwelt zu bestehen erweisen. Die Bewertung, welche Veränderungen letztendlich hilfreich oder störend sind trifft nicht das Leben, sondern die Umwelt des Lebewesen, seine ökologische Nische. Nicht das Leben entscheidet, wohin es sich entwickelt, sondern die Umwelt trifft die Auswahl, welche Eigenschaften einer Art in einem bestimmten Lebensraum gefördert werden. Der Lebensraum bedingt das Lebewesen, nicht umgekehrt. Der Mensch ist nichts ohne seine Augen, der Grottenolm hat seine zurückentwickelt, weil er sie in der ewigen Finsternis der Höhlen in denen er lebt nicht brauchen kann.

Mutationen treten ständig auf. Die ungeheuren Datenmengen, die jedesmal verdoppelt werden müssen, wenn eine Zelle sich teilt und daraus zwei Zellen mit zwei möglichst identischen Gensätzen entstehen, stellen eine große Herausforderung für den Kopienmechanismus der Gene dar. Es bleibt schlicht nicht aus, dass bei diesem Vorgang Fehler passieren und der kopierte Gensatz nicht identisch mit dem ursprünglichen ist. Genaugenommen handelt es sich bei Mutationen also um banale Fehler, Imperfektion bei der Weitergabe der genetische Information. Allerdings ist anzunehmen, dass der Kopiermechanismus durchaus perfekter arbeiten würde, wäre dies nicht der Weiterentwicklung der Lebewesen abträglich.

Fehler sind im großen Zusammenhang der Entwicklung des Lebens betrachtet offensichtlich außerordentlich wünschenswert. Ohne die aus der fehlerbehafteten Vervielfachung resultierenden Kreativität würde das Leben stillstehen, auf der Stelle treten und wäre mit Sicherheit schon lange erloschen. Würde die Weitergabe der genetischen Informationen stets fehlerfrei stattgefunden haben, hätte sich das Leben niemals an eine stetig im Wandel begriffene Umwelt anpassen und auch niemals weiterentwickeln können. Es wäre längst wieder verschwunden, im Keim erstickt, da es unfähig zur Evolution gewesen wäre.

Imperfektionen bei der Vervielfältigung der Gene führt …


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siehe auch:

Kreationismus

Die Kränkung durch die Wissenschaft

Amphibien