198 Verstand und Wunder

Normalverteilung – Wunder

Freilich muss man den Verstand verlieren, um Wunder zu sehen.


…lesen Sie dies und mehr in: Gedankenspiele 10


Den Verstand tatsächlich nicht mehr als das allein-seeligmachende zu verstehen heißt indes nicht permanent wahnsinnig zu sein. Es heißt nur, nicht mehr nur das zu sehen, was der Verstand allein als ‘wahr’ und ‘möglich’ einstuft, sondern auch alles andere.

Es ist eine Frage der Wahrheit. Wie ist die Welt? Ist die Welt rein logisch, verstandesorientiert, wie es Heisenberg mit seinem Bonmot nahelegt “Die Logik des Menschen ist die Logik des Universums”.

Einschub: Freilich hat dieser Satz, gerade in dieser auffälligen Reihenfolge Mensch-Universum auch etwas sehr spirituelles an sich. Denn gerade die spirituelle Sicht auf die Welt sieht die Welt immer als eine Folge des Geistes, nicht umgekehrt, also das Universum und die Materie als eine Folge des Geistes, also des Menschen. Nicht umgekehrt, wie etwa die materialistische Wissenschaft klar den Menschen als ein Produkt des Universums und der Materie sehen würde.

Aber primär stellt der Satz von Heisenberg die Logik in den Vordergrund, bei einem Physiker sicherlich keine Besonderheit.

Und niemand widerspricht, dass es die Logik gibt und den Verstand und dass Teile des Universums, besonders die Materie sich ein gutes Stück weit logisch und berechenbar, mechanistisch verhält. Wir bauen Flugzeuge und Computerchips mit diesem Wissen, das der Verstand zu sehen imstande ist. Die Logik und die verstandesmäßig mathematisch fassbaren Anteile des Universums, besonders der manifestierten Materie sind fraglos vorhanden und was die Wissenschaft tut valide.

Aber ist das alles? Oder gibt es mehr als das?

Bereits deutlich zu denken gibt, dass die Ultima Ratio des Verstandes über die Welt, die Quantenmechanik – eine Mechanik wohlweislich, die keine mehr ist – bereits die Logik für die Grundpfeiler der Welt aufkündigt.

Heisenbergs Unschärfe-Relation selbst, einer der wichtigsten ‘Grundgesetze’ der Quantenmechanik, besagt bereits, dass es prinzipiell unmöglich ist, Ort und Energie eines Quants genau zu bestimmen. Entweder weiß man wo das Quant ist (Ort) aber nicht wie schnell es sich bewegt (Energie), oder umgekehrt (Energie bekannt, Ort unscharf).

Das führt zu allerlei ‘spukhaften’ Wirkungen oder eben ‘Wundern’ der Quantenwelt, wie etwa, dass ein Teilchen ‘tunneln’ kann, also zugleich an zwei verschiedenen Orten sein kann oder dergleichen mehr. Die solide Natur der Dinge wird damit profund ausgehebelt. Allerlei ist also in den Grundfesten unserer Welt tatsächlich möglich, was wir in der makroskopischen Welt der Legosteine für unmöglich halten.

Denn in der Quantenmechanik gerät alles zur Statistik. Einzelfälle werden nicht mehr betrachtet weil sie nicht mehr vorhergesagt werden können. Was dagegen betrachtet wird, weil nur daraus noch ‘Naturgesetze’ formuliert werden können, sind Anhäufungen von Ereignissen. Und das, was wir dann in der makroskopischen Welt – also der nicht mikroskopischen Welt der Quanten – als Mechanik, also als verstandesgemäß, logisch, berechenbar, vorhersagbar betrachten, ist in Wahrheit der Mittelwert aus einer ganzen Bandbreite von möglichen Ereignissen.

Das bedeutet, dass …


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siehe auch:

Buddha, Haenel, Bohr und Steve Jobs

Welt, Leben Tod

Geist und Materie

Die Heiligen Drei Könige

Wunder gibt es immer wieder

Gibt es Wunder?